Unser Stammtisch und die Armut in Thailand.

Liebe Freunde vom Khon Kaen Stammtisch und liebe Besucher unseres immer wieder interessanten Blogs, rund um den Stammtisch in Khon Kaen- Thailand, lehnt euch zurück, um mit mir die Armut und nicht nur in Thailand zu hinterfragen.

Ich habe mir lange überlegt, welches Thema ich heute beim Stammtisch-Blog ansprechen werde. Aufgrund der Meldungen in den News über das Bemühen der jetzigen Regierung die Armut in Thailand in Zaum zu halten, kam ich auf diese vielleicht seltsame Idee.

So wohnen die Armen in Thailand, falls sie nicht auf oder unter einer Brücke leben.

Normalerweise würde uns das ja beim Stammtisch nicht besonders  interessieren, aber von den neuen Maßnahmen profitieren auch wir, der Eine mehr (so wie ich), der Andere weniger, wie die Mehrheit bei unserem  Khon Kaen-Stammtisch.

Wir fühlen uns in Thailand am Wohlsten!!!

Archivbild

Diese Regierung sowie die Regierungen vorher hatten etliche Mittel eingesetzt um die Armut zu verringern.

Die Krankenversicherung für 30 Baht war auch nicht das Gelbe vom Ei, da diese Versorgung unzureichend war und bei den mehrköpfigen Familien auch teuer wurde. Die Ärzte sind ja nicht immer im Dorf angesiedelt, da kommen dann auch noch Fahrkosten dazu, hin- und zurück!

Heute gehen die meisten Thais wieder in die privaten Kliniken, welche von den Ärzten betrieben werden, die tagsüber  im Krankenhaus oder als Angestellte für die 30 Baht-Patienten zuständig sind. In ihren Privatkliniken können sie dann richtig zulangen, sei es bei der Behandlung oder bei den Kosten.

Die Rente für jeden Thai ab sechzig Jahren, in Höhe von 500 Baht, war eine gelungene Angelegenheit, denn so kann die Mutter auch ihrem geliebten Prinzen weiterhin den Sprit für das neue Moped bezahlen.

Manche Projekte waren rein populistischer Natur, bei anderen ging die Sache voll in die Hose. Die Armen wurden noch ärmer.

Ich meine unter anderem das von dem älteren Bruder der jetzigen Ministerpräsidenten ins Leben gerufene Hilfsprojekt, jedem Dorf eine Million zum Verleihen und Verwalten in eigener Regie des jeweiligen Dorfes zu geben. Das geliehene Geld wurde nicht für den angegebenen Zweck verwendet, sondern zur Anschaffung des neuesten Handys oder zur Anzahlung eines neuen Mopeds für den erzfaulen Lieblingssohn der Mutter.

Heute haben die meisten Familien im Dorf mehr Schulden als vor dem Projekt, denn das Geld mußte ja nach einem Jahr mit Zinsen (bei uns hier 6% im Jahr), welche das jeweilige Dorfgremium festsetzt, zurückgezahlt werden, um wieder an die schon  Wartenden weiter verliehen zu werden, die es dann auch nicht für den vorher angegeben Zweck verwenden.

Um das Geld nach Ablauf eines Jahres  zurück zu zahlen, müssen sie es sich im Dorf leihen für 5 -10% im Monat.

Wie wir ja selbst schon festgestellt haben, es ist um uns herum Alles um 30 bis 50% teurer geworden.

Ich sehe es selbst sehr gut, da ich Sonntags bei meiner Rückfahrt vom Khon Kaen-Stammtisch in Ban Phai für meine liebe Frau auf dem Markt einkaufen gehe.

Die Auto- und Mopedfahrer unter uns spüren es auch direkt im Geldbeutel, wenn sie tanken gehen.

Premierministerin Yingluk  reagierte auch nicht gerade erfreut über die ständig ansteigenden Kosten. Schließlich werden nicht nur die Transportpreise für den Personenverkehr, sondern auch die Kosten für alle Waren die per LKW durch das Land transportiert werden durch die steigenden Ölpreise beeinflußt.

Da kommt doch das neue Programm wie gerufen, auch für uns vom Khon Kaen-Stammtisch.

Thailand Armut – Mehr kostenfreie

Beförderungen, Gratis Strom und

Blue Flags Shops

Thailand Armut – Premierminister Shinawatra Yingluck sagte die kostenlosen Bus-und Zugverbindungen und kostenfreier Strom wird erweitert und die Zahl der “Blue Flag” Läden mit billigen Produkten wird erhöht um die Armut zu lindern und zu helfen, das Problem der Preissteigerungen abzuschwächen.

Der Anstieg der Preise für Rohstoffe war das Hauptthema in der gestrigen wöchentliche Talkshow “Yingluck trifft die Leute”. 

Yingluck sagte, das Problem der Preissteigerungen war das Ergebnis der letztjährigen Hochwasserkatastrophe, die sich negativ auf die Produktion ausgewirkt hätte .  Sie sagte, einige Fabriken hätten noch immer Schwierigkeiten, was zu Engpässen bei der Lieferung führe.  Fabriken, die von den Überschwemmungen betroffen wurden , hoffen daß sie die volle Produktionskapazität im Juni wieder erreichen.

Der Preisanstieg hat sich auch durch Spekulation der Verbraucher und Anbieter beim Horten von Waren ergeben, aus Angst vor einem Anstieg der Preise von Konsumgütern wegen der Überschwemmungen .

Das Handelskammer-Ministerium wird die Preiserhöhungen mit der Ankündigung der empfohlenen Preise von Waren in Blue Flag Geschäften zitiert angehen.

“Die Regierung will keine Waren verkaufen, aber wir wollen einfach nur, der Öffentlichkeit eine Option geben und einen fairen Preis zu etablieren”, sagte sie.

Um mit dem Problem des Überangebots an Eiern, die kurzfristig auftrat  wird die Regierung sich  auf die Lebensmittel-Sektor konzentrieren. 

Import von mehr Palmöl ist auch in der Pipeline, um den Mangel kurzfristig zu lösen.

Jetzt zu den Vorteilen dieser Maßnahmen für uns beim Khon Kaen-Stammtisch.

Das Flaschengas welches die liebe Frau, Freundin oder Heimleiterin zum Kochen benötigt wird weiterhin subventioniert.

Die Zug-, Bus-,  Taxi- und Marktauto- Fahrpreise bleiben für weitere sechs Monate auf dem gleichen Niveau.  Strom und Wasser bleibt für die Ärmsten (für mich im Dorf,  aber nur in meinem Haus) weiterhin kostenlos.

Anmerkung von mir:

Lieben sie unter Menschen zu sein?

Lieben sie Körperkontakt, so richtig eng an eng?

Lieben sie rein und raus, und lieben sie hin und her?

Wenn „Ja“,  dann fahren sie doch einfach mit dem Bus, so wie ich, wird sogar subventioniert!

Auf dem

Markt bleiben die Preise nach der letzten Erhöhung weiterhin stabil. Ebenso die Getränke-Preise beim wöchentlichen Stammtisch bleiben hoffentlich gleich, da durch den subventionierten Dieselpreis (er soll bei 32 Baht eingefroren werden) sich die Transportkosten nicht erhöhen werden.

In Bangkok wurde aber auch der Mindestlohn pro Tag auf 300 Baht erhöht. In wieweit sich das auf die Preise im Service hier in Khon Kaen beim Stammtisch oder danach auswirkt, spüren wir ja dann am eigenen Geldbeutel.

Und in der alten Heimat, wie sieht es da aus???

In meiner Jugend gab es Wassersuppe und Streichhering mit Pellkartoffeln. Ob das wieder kommt?

Bittere Armut im Alter wird zunehmen, sagen alle Prognosen. «Fast jeder vierte Beschäftigte arbeitet heute schon im Minisektor. Ein Minilohn gibt später eine Minirente», erklärt Armutsforscher Christoph Butterwegge. «Wir steuern in eine Zukunft, in der eine auskömmliche Rente selten wird.»

Trauriger könnte die Lage fast nicht sein:

Rentner, die Flaschen aus dem Müll sammeln. Alte Menschen, die um Almosen bitten. Senioren, die sich weder Urlaub noch Medikamente leisten können. Altersarmut in Deutschland ist sichtbar geworden.

 

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