Wir junggebliebene Alten beim Khon Kaen-Stammtisch

Willkommen beim Khon Kaen-Stammtisch

Mein Spruch zur Woche:

Meine lieben Freunde und Besucher unseres am Puls der Zeit liegenden Khon Kaen-Stammtisch-Blogs, es freut mich, dass ihr wieder so zahlreich zu uns gefunden habt. Lehnt euch zurueck und lasst euch berieseln von den Ausfuehrungen ueber die junggebliebenen Alten beim Khon Kaen Stammtisch.

Der Stammtisch fuer die Generation 50+!

Natuerlich sind wir auch ueber Jeden, der das gesegnete Alter noch nicht erreicht hat, erfreut und werden ihn herzlichst in unserer Mitte aufnehemen.

Wenn man sich in den Medien so umschaut, dann werden wir von ueberall her beworben, denn wir sind die neue Zielgruppe bei Reiseveranstaltern ebenso wie bei Modemachern.

Angeblich haben wir ja Geld ohne Ende. Schade nur, dass das die Regierenden in Thailand noch nicht erkannt haben und um uns werben, abgesehen von dem Geld natuerlich.

Da lassen  sich die Marktforscher auch schon mal neue Namen fuer uns einfallen, denn heute muss ja alles ver(d)englischt sein.

Inzwischen heißen die jungen Alten bei den Marktforschern wahlweise „Best Ager“, „Golden Customer“ oder sogar „Master Consumer“. 

 „Geld ist in diesem Markt genug vorhanden.“ Wer heute die 50 überschreitet, gehört zur ersten Nachkriegsgeneration, eine Altersgruppe, die nach Angaben des Deutschen Instituts für Altersvorsorge in diesem Jahrzehnt insgesamt zwei Billionen Euro erben wird, also sage und schreibe 2000 Milliarden. Hinzu kommt der stark wachsende Hedonismus der Altersgruppe über 50. Einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge stimmte schon 2010 fast die Hälfte dieser Altersgruppe folgendem Lebensmotto zu: „Ich mache mir lieber ein schönes Leben statt immer nur zu sparen.“ Fast zwei Drittel der Befragten hatten im Vorjahr mindestens eine Reise unternommen.

Die Rezepte der junggebliebenen Alten

Abgesehen von den medizinisch-biologischen Untersuchungen hat sich auch der schottische Neuropsychologe David Weeks Gedanken um das Altern gemacht. Weeks befragte jahrelang alte Menschen, die geistig und körperlich noch sehr jugendlich wirkten, nach ihrem Erfolgsrezept gegen das Altern. Dabei kristallisierten sich für Weeks fünf Merkmale heraus, die den Großteil seiner Probanden verbanden:

  • Körperlich aktiv und mental neugierig bleiben, sich nicht aus dem Leben zurückziehen.

    Das heisst also mit anderen Worten: regelmaessig an unserem Khon Kaen-Stammtisch, jeden Freitag ab 11 Uhr im Kosa Beer-Garden beim Kosa Hotel, in Khon Kaen-Thailand, teilnehmen!

  • Ein erfülltes und leidenschaftliches Sexualleben,

    was ja, seit es Viagra und Kammagra gibt, kein Problem mehr sein duerfte.

  • Liebesbeziehungen zu jüngeren Partnern,

    das koennen natuerlich auch junggebliebene Partner sein. 

  • Umgang mit deutlich jüngeren Menschen,

    welche wir bei unserem Khon Kaen-Stammtisch ja schliesslich auch dabei haben! Dazu betreuen wir ja auch noch die Kinder, Enkel und weitere jugendliche Verwandten unserer Herz-Allerliebsten.

  • Positive Lebenseinstellung, psychische Ausgeglichenheit, wenig Stress oder Angst vor dem Leben,

    dies kann man alles beim Besuch des Khon Kaen-Stammtisches erreichen!

Und jetzt zur Theorie:

Wie und warum ein Mensch altert, beschäftigt die Gelehrten schon seit Jahrtausenden. Des Rätsels Lösung hat bis heute noch niemand gefunden. Nur einige Puzzle-Stücke des Alterungsprozesses sind bisher bekannt. Und selbst deren Bedeutung ist nicht immer unumstritten. Mehr als 300 Theorien zum Thema Altern verwirren den Interessierten, keine kann den Alterungsprozess umfassend erklären. Offenbar hängt das Altern von vielen Faktoren ab. Vom Lebensstil, der Psyche, Umwelt-, Ernährungs- und sozialen Faktoren – aber auch von den Genen.

Zahlenspiele

Unser Erbgut bestimmt, was wir sind, tun und sein werden, wie lange wir leben und wie wir altern. Die Programmtheorien des Alterns gehen davon aus, das die in den Zellen ablaufenden Alterungsprozesse von vornherein genetisch festgelegt sind. Alter als Lebensziel scheint evolutions-biologisch nicht vorgesehen zu sein. Im Laufe der Evolution des Menschen hat sich auf Grund des Erbgutes und dem biologischen Lebensziel – der Fortpflanzung und Weitergabe der eigene Gene – eine maximale Lebenserwartung entwickelt. Sie wird von den Genen bestimmt.

Alles eine Frage der GeneGrafik eines Doppelhelixstrangs. (Rechte: WDR/dpa)

Der Körper beginnt in der Regel zu altern, wenn Nachkommen gezeugt wurden und er seine biologische Aufgabe erfüllt hat. Wenn alle Eltern noch sehr lange nach der Geburt ihrer Kinder weiterleben würden, würden sie ihnen letztendlich Platz und Nahrungsgrundlagen streitig machen. Die Natur hat dem durch den programmierten Ausfall von Genen einen Riegel vorgeschoben. Gene, die die Zellteilung (Erneuerung) steuern, die Reparatur des Erbgutes bewerkstelligen oder Substanzen produzieren, die den Verschleiß in den Zellen verhindern, verlieren langsam ihre Funktion. Ab dem 30. Lebensjahr werden auf Grund der genetischen Programmierung weniger Wachstums- und Sexualhormone gebildet und in langlebigen Zellen beginnen sich genetische Defekte anzuhäufen.

Schmeatische Drastellung der Knochenauflösung bei der Osteoporose. (Rechte: Mauritius)Os­teo­po­ro­se ist eine ty­pi­sche Al­ters­krank­heit

Alterskrankheiten

Als Folge zunehmender genetischer Instabilitäten kommt es zu typischen Alterskrankheiten wie zum Beispiel Herz-Kreislaufprobleme, Rheuma, Diabetes, Demenzen, Osteoporose oder Krebs – früher oder später, je nach individueller Gen-Ausstattung. Dass Gen-Defekte typische Alterskrankheiten auslösen, zeigen die Beispiele der zum Glück seltenen Krankheiten „Progeria juvenilis“ und des „Werner Syndroms“. Progeria-Kinder altern sozusagen im Zeitraffer. Störungen bei ihren Zellteilungen führen zu immer mehr Gen-Defekten, die sie nicht älter als 20 Jahre werden lassen. Schon in frühen Jahren leiden sie an den oben beschriebenen Alterskrankheiten. Ähnliches kann Menschen auch ab dem 20. Lebensjahr passieren. Wer unter dem Werner-Syndrom leidet, wird selten älter als 55 Jahre. Auslöser für die Zellteilungsstörungen und Gen-Defekte sind bei beiden Krankheitsformen – da sie nicht vererbt werden – vermutlich vor allem äußere Faktoren. Und das zeigt, dass Gene und Umweltfaktoren zusammen eine Rolle beim Altern spielen.

Attacken von außen

Gene und andere Bestandteile menschlicher Zellen sind täglich schädlichen, äußeren Umwelteinflüssen ausgesetzt. UV-Strahlung, Chemikalien, Schadstoffen und Krankheitserregern wie zum Beispiel Viren. Sie können Gene zerstören und so den Zell- und Körperverschleiß vorantreiben.

Attacken von innen

Strahlung und auch die Energiegewinnung in den Zellen erzeugen darüber hinaus die sogenannten „Freien Radikale“. Hochreaktive Moleküle, die nicht nur Gene angreifen, sondern auch Zellwände oder sogar ganze Zellorgane mit ihren Proteinen und Fetten. Die „Freien Radikale“ gelten heute als eine der wichtigsten Ursachen des Alterungsprozesses, neben der im Alter generell zunehmenden genetischen Instabilität. Letztere ergibt sich auch aus unserer hohen, inneren Körpertemperatur. Bei 37 Grad Celsius werden täglich Erbgutbereiche verändert und müssen ständig repariert werden, was energetisch sehr aufwendig ist. Wenn dazu die Veränderungen auch einmal die Gene für die Reparatur-Enzyme selbst betreffen, häufen sich ebenfalls Zellschäden. Die Wahrscheinlichkeit dafür nimmt mit zunehmenden Lebensalter zu.

Ernährung, Diät und freie Radikale

Ohne Energie können wir nicht leben – wir müssen ständig essen. Leider entstehen bei der Energieproduktion aus den Nahrungsmitteln ein Großteil der schädlichen „Freien Radikale“. Man nennt das Phänomen „oxidativen Stress“. Der Körper verfügt zwar über mehrere Substanzen und Abwehrstrategien, die „Freie Radikale“ einfangen beziehungsweise unschädlich machen. Aber auch diese Systeme funktionieren aus energetischen Gründen nicht immer hundertprozentig, sodass sich kleine Fehler anhäufen können. Dies geschieht vor allem in den Kraftwerken der menschlichen Zelle, den Mitochondrien. Auch hier befinden sich Gene, die aber schlechter geschützt sind als die Gene im Zellkern und daher auch eher verschleißen können. Mit Kalorien-Reduktion oder auch Diät könnte man den oxidativen Stress senken. Erste Versuche bei Affen und Mäuse deuten darauf hin, dass eine niedrigere Stoffwechselrate die durchschnittliche Lebensspanne deutlich verlängern kann. Es besteht also im Sinne der Verschleißtheorien durchaus auch Hoffnung, den Alterungsprozess hinauszögern zu können. Und das würde auch den Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung erklären. Allerdings besitzen die einzelnen Alterungstheorien selten Gültigkeit für verschiedene Organe oder sogar den ganzen Körper. Die meisten beruhen auf Einzelbefunden, der Wirkung von einzelnen Genen. Sie können nur Erklärungsmodelle für bestimmte Aspekte des Alterns liefern, nicht aber für den Gesamtkomplex Körper mit seinen vielfältigen Wechselwirkungen.

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