Sind wir gewappnet?

KK-Stammtisch im Herbst

Heute mit einem neuen Beitrag aus dem reichhaltigen Schatz meiner Erfahrungen von meinem Leben hier in Thailand.

Sind wir gewappnet fuer schlechte Nachrichten aus der alten Heimat,

und wie gehen wir damit um?

Ein plötzlicher Todesfall kann unsere Pläne ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen und beeinflusst nicht nur unsere Gedanken sondern auch unseren Alltag hier im gelobten Land.

Ebenso kann ein Unfall oder eine Trennung in der Ehe oder Partnerschaft bei den Kindern oder Enkelkindern einen dazu veranlassen in die alte Heimat zurueck zu fliegen, obwohl man ja da meistens nicht helfen kann, aber man ist halt da, falls man gebraucht wird und wenn es nur als Seelentroester ist.

Obwohl man sich ja schon vorher eingehend mit allen möglichen Eventualitäten auseinandergesetzt hat, trifft es einen trotzdem wie ein Schlag ins Gesicht.

Ich will mit diesem Artikel helfen,

falls auch ihr einmal in so eine Lage kommt, denn Tatsache ist, es kann immer etwas passieren und meiner Meinung nach ist es besser sich vorher einen groben Schlachtplan zurechtzulegen, damit man im Fall des Falles das Ausmaß der Katastrophe klein halten kann.

Zuerst muss ich euch aber leider sagen, egal wie gut ihr versucht euch auf so etwas vorzubereiten es wird euch hart treffen, wahrscheinlich sogar härter als wenn ihr zu Hause wärt.

 

 BKK

Man ist gerade irgendwo auf dieser Welt unterwegs, tausende Kilometer, einige Zeitzonen und Internet- und Telefonverbindungen jenseits von Gut und Böse von daheim entfernt und bekommt die schlechte Nachricht.

Fern von euer gewohnten Umgebung, den geliebten Menschen die euch Halt geben, einem geregelten Alltag und einer guten Kommunikationsverbindung werdet ihr im ersten Moment sicher verzweifeln.

Man weiß im ersten Moment gar nicht wie es einem geschieht. Unzählige Gedanken, Fragen und Notfallpläne schießen einem durch den Kopf, binnen Sekunden schmeißt man seine ganzen Reisepläne zwanzig Mal um, man googelt sofort den nächsten Flug nach Hause, versuchst jemanden zu erreichen, kämpft mit der schlechten Verbindung etc.

Das zu beschwichtigen zu versuchen wäre falsch.

Also, wie kann man sich eigentlich auf den Fall des Falles vorbereiten?

Leider muss ich euch sagen zu 100% werdet ihr keinen wasserfesten Plan finden den ihr dann easy going runterspulen koennt.

Das funktioniert nicht – es ist einfach unmöglich alle Eventualitäten einzuplanen bzw. weißt man ja auch nicht wie es einem dann  vor Ort ergeht, wie schnell man wohin kann, wie gut die Kommunikation funktioniert und und und.

Was man aber tun kannt ist, nicht mit dem Gedanken „wird schon nichts passieren“ loszufahren und nie über sowas gesprochen zu haben.

Denn dann trifft es einen meist doppelt so hart.

Redet mit eurer Familie wie der grobe Plan ausschaut wenn zu Hause, aber auch bei euch hier in Thailand, was passieren sollte, ob ihr sofort Nachricht wollt oder doch lieber warten werdet.

Das gute ist, ich habe mit meiner Familie und meinen Freunden vorher darüber gesprochen, dass im Falle des Falles beiderseits zuerst etwas abgewartet wird und nichts aus einer emotionalen Krise raus gemacht, gebucht oder geplant wird.

Klar jeder muss für sich entscheiden wie er vorgehen will, aber um zu vermeiden, dass man komplett überrumpelt ist und nicht weiß was man tun soll lieber das Kind vorher beim Namen nennen und lieber die grobe Vorgehensweise schon vorher besprechen.

Das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun und beschwört auch kein Unglück herauf sondern ist schlicht und einfach nur vernünftig.

Haltet eure  Versicherungsunterlagen immer bei der Hand (ganz besonders die Notfallnummern) und lasse alles nochmals zu Hause bei einer Person die euren Aufenthalt kennt, damit auch emotional klarkommt, etwaige Vollmachten besitzt und gut Englisch kann.

Ihr duerft nie vergessen, dass wenn etwas passiert ist, alles sehr schnell gehen sollte, ihr also alle Unterlagen beisammen haben solltet, schon vorgefertigte E-Mails mit allen Anhägen wahnsinnig hilfreich sein können und zu Hause alle wissen sollten wo sich eure Unterlagen befinden.

Baut eine gute Kommunikationsverbindung auf.

Ich habe meinen Kindern und meinem Bruder ein Facebook-Konto eingerichtet, egal wie einseitig das Getippsel auch sein mag und wie ärgerlich oft auch die selbstproduzierten Fehlerchen sein mögen, Hauptsache man kann immer wieder Bescheid geben, dass es einem selber gut geht und man ist im Notfall auch erreichbar.

Es bedeutet nicht, dass man verweichlicht ist wenn man viel Kontakt mit daheim hält, denn man bleibt gegenseitig auf dem neuesten Stand, kann am Leben des jeweils anderen teilhaben und ist auch in der Ferne greifbar wenn man mal gebraucht wird.

Fuer heute belassen wir es mal dabei, naechste Woche sehen wir dann weiter.

Alles wird gut!

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