Exodus – Muessen wir Angst haben?

Exodus m. Rhm

Liebe Freunde vom Khon Kaen-Stammtisch Blog, seid gegruesst bei einem neuen Thema hier bei unserem beliebten Blog.

Diese Woche schreckte  mich eine Meldung im Internet auf, die mir keine Ruhe laesst und mit der ich mich heute befassen moechte.

Der Exodus geht weiter!

Es handelt sich dabei um kambodschanische Gastarbeiter welche ueberstuerzt Thailand verlassen.

In einem der verborgenen Teile der Erde spielt sich seit Tagen ein neues Flüchtlingsdrama ab: Wohl mehr als einhunderttausend Kambodschaner und ihre Familien verlassen Thailand in diesen Tagen. Die thailändische Militärregierung, die am 22. Mai die Macht im Königreich übernommen hatte, wendet sich gegen illegale Arbeiter.

Exodus Kambodschaner

Der Massenexodus kambodschanischer Gastarbeiter reisst nicht ab. Innerhalb von acht Tagen verließen 84.000 Kambodschaner Thailand.
Die meisten kommen nach Poipet, dort wird versucht, die Flüchtlinge so schnell wie möglich in ihre Heimatprovinzen zu bringen. Inzwischen gibt es Probleme bei deren Versorgung, weil ein schneller Weitertransport logistisch kaum machbar ist.
Die kambodschanische Regierung verlautbarte, die kambodschanischen Arbeiter verließen aus Angst vor Razzien das Land, wobei auch eine nicht unerhebliche Anzahl dieser Arbeiter sich völlig legal in Thailand aufhielt.

Kambodschaner verlassen Thailand

Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten sprechen von gezielten Aktionen und Razzien durch thailändische Sicherheitskräfte. Thailands Militärregierung bestreitet dies.
Der Sprecher des thailändischen Außenministeriums, Sek Wannmethee, erklärte, es handele sich keineswegs um Festnahmen, wenn Kambodschaner aufgegriffen werden. Vielmehr würden thailändische Sicherheitskräfte ihnen dabei helfen, in die Heimat zurückzukehren. Von Zwang oder Abschiebungen könne keine Rede sein, weil man sich sehr wohl bewusst sei, dass die Arbeiter eine wichtige Rolle in der thailändischen Wirtschaft spielen.

Wir haben ja beim Khon Kaen-Stammtisch schon oft darueber geredet, was machen wir wenn wir mal aus Thailand raus muessen.

Touris in BBK

Wie wir ja alle wissen, sind wir Expats oder Langzeittouristen  in Thailand nur geduldet, wir werden nie integriert sein oder werden,

wir bleiben ein notwendiges Uebel in dieser Thaigesellschaft.

Sie moegen unser Geld, aber uns selbst moegen die Thais nur als Touristen.

Ich lebe schon seit ueber zwanzig Jahre hier in diesem wunderschoenen Land und moechte es auch freiwillig nicht verlassen, aber aufgrund staendiger Angstmache im Internet und in den Medien bezueglich der VISA-Bestimmungen bzw. Aufenthaltsbestimmungen wird mir immer wieder bewusst gemacht, dass ich nur ein geduldeter Gast im Koenigreich Thailand bin.

Erics Bar Samstags

Auch viele meiner Stammtischfreunde sind sich bewusst, das „Thailand kein Einwanderungsland“ ist. Man kann in Thailand nicht einwandern, sondern nur hier Urlaub machen oder mit immer groesseren Auflagen hier laengere Zeit leben.

Etliche meiner Bekannten sind schon von hier weg, natuerlich aus unterschiedlichen Gruenden. Vielleicht haben sie ohne Visum hier gelebt und durch den 30-taegigen Visa-Run ihre Zeit hier verlaengert.

Das soll ja jetzt ein Ende haben und es wird auch durchgesetzt.

Ich weiss nicht wieviele der Stammtischler mindestens 1200 Euro Rente haben um ueberhaupt ein Non Immigrant Visa in Deutschland oder einem Nachbarland zu bekommen oder gar 1600 Euro um ein Resistent Visa hier in Thailand zu beantragen.

Bei den deutschen Rentnern in Pattaya ist eine neue Angst spürbar. Die Angst vor der Altersarmut. Ausgewandert sind sie einst nach Thailand, weil die Lebenshaltungskosten niedrig waren. Sie konnten sich von ihrer Rente wesentlich mehr leisten als in der Heimat. Ein Großteil von ihnen, es sollen zur Zeit etwa 8000 sein, lebt wegen der vielen Vorteile in Pattaya.

Im Vergleich zu den ländlichen Regionen ist das Seebad teuer.

. Die sorglosen Zeiten scheinen in Thailand vorbei zu sein. Die Altersarmut geht bei einigen schon soweit, dass sie verwertbaren Müll aus den Containern in Pattaya sammeln und diesen verkaufen. Zehn leere Bierdosen bringen einen Erlös von stolzen fünf Baht. Nicht wenige sind an ihrem Unglück selber schuld.

Obdachloser im Seven-11

Sie lebten über ihre Verhältnisse ließen sich treiben. Falls sie nach Thailand auswandern möchten, überlegen sie sich gut, ob sie in fünf oder zehn Jahren auch noch über die finanziellen Mittel verfügen um in Thailand zu leben.

Obdachloser mit Hund

Eine Antwort »

  1. Lieber Dr. Charly.
    Mit diesem Text sprichst Du mir aus der Seele.
    Ich befürchtete schon, dass ich alleine diese Meinung vertrete.
    Die Meinung dass der Ausländer gerne über die Stränge schlägt, sich dabei schnell verausgabt und dann vor dem Scherbenhaufen sitzend in seine Heimat zurück muss.
    Die Schuld gibt er natürlich immer den thailändischen Frauen.
    Doch dort liegt nicht die Schuld.
    Die Schuld liegt bei ihm selbst.
    Bernd Clüver sagte mal zu mir-
    Man ist schneller arm als reich.
    Es liegt wohl daran, dass dieses Thema von Ausländern gerne totgeschwiegen wird.

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