AMIGA-Syndrom

KK-Stammtisch im Herbst
Wir möchten Sie auf das Herzlichste begrüssen, hier beim Khon Kaen Stammtisch-Blog, wir halten Sie immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.
Heute geht es um ein Thema, welches jeder Neuankömmling mindesten zehn mal erwähnt, wenn er von seiner Traumfrau spricht. Aber auch alte Hasen bei unserem Khon Kaen-Stammtisch betonen das immer wieder, welch gute Wahl sie doch getroffen haben.
Amiga PC
Das heutige Thema hat nichts mit dem uns allseits bekannten AMIGA-Computer zu tun, mit dem die Meisten von uns ihre ersten Gehversuche mit dem Computer, natürlich unter Zuhilfenahme eines der Enkelkinder, geübt haben.

DSC_0000096
Wir vom Khon Kaen Stammtisch kennen das AMIGA-Syndrom aus vielfältigen Erzählungen unserer Stammtischbrüder, wenn sie von ihrer Herz-Aller-Liebsten schwärmen.
Aber Meine Ist Ganz Anders“.
Hier eine kleine Einführung in das Thema:
Erfahrungen mit Thailänderinnen machen vorzugsweise europäische Männer, die nach Alternativen in der Partnerwahl suchen, um der Ideologie des Feminismus zu entkommen von der viele europäische Frauen maßgeblich negativ beeinflusst sind.
Nicht wenige Geschichten beginnen mit den Worten „Ich habe vor zwei Wochen eine Frau kennengelernt und mit ihr die schönsten Wochen meines Lebens verbracht. Nun muss ich wieder zurück …“.

Mit meiner lieben Frau in Deutschland

Mit meiner lieben Frau in Deutschland


Viele deutsche Männer haben frustrierende Erfahrungen mit deutschen Frauen und sind deshalb nicht selten verzückt, wenn ihnen eine Thailänderin den „Himmel auf Erden“ bereitet. Negative Erfahrungen mit Thailänderinnen, die andere deutsche Männer bereits gemacht haben, bleiben oft unbeachtet.
Die Glückshormone führen dann zum AMIGA-Syndrom, zur unumstößlichen Überzeugung „Aber Meine Ist Ganz Anders“.

Zukunft

Nun zum eigentlichen Thema:
Das AMIGA-Syndrom (Akronym für: Aber Meine(r) Ist Ganz Anders) bezeichnet das Verhalten von Menschen, die sich in ein Mitglied einer Bevölkerungsgruppe verliebt haben, dem nicht der beste Ruf vorauseilt. Auf Einwände von Freunden, Familienangehörigen und Arbeitskollegen wird als Abwehrreaktion typischerweise ein Ausnahmevorkommnis „Aber meine(r) ist ganz anders!“ geltend gemacht, was zu der Begriffsbildung führte.
Den mit diesem Syndrom befallenen Menschen wird unterstellt, dass sie kurzzeitig den Blick für das Wesentliche hinter diversen Schichten von rosa Wölkchen verloren haben und sich komplett anders verhalten als es die Umwelt von ihnen kennt.
Meist tritt das AMIGA-Syndrom bei Europäern auf, wenn diese (im Urlaubsland) auf ausländische Vertreter des anderen Geschlechts treffen.
Die Übergänge von Urlaubsflirt, Urlaubsbekanntschaft, Urlaubsbeziehung und Sextourismus sind dabei fließend.
Das AMIGA-Syndrom kann sowohl Frauen als auch Männer befallen.
Die im Umgang mit europäischen Touristen geübten Einheimischen nutzen die Naivität der Europäer und ihre Neigung, im Urlaub einen auf „Dicke Hose“ zu machen, aus. Sie haben bald bemerkt, dass beim Vorspielen von Gefühlen teilweise erhebliche Geldbeträge fließen und daraus ein Geschäft gemacht, für das sich der Begriff „Bezness“ zu etablieren beginnt.

Der Begriff „Bezness“ leitet sich aus den Wörtern „Beziehung“ und „Business“ (Geschäft) her und bezeichnet generell die profitorientierte Tätigkeit von Einheimischen in Urlaubsländern gegenüber Touristen mit dem Ziel, einen eigenen Vorteil zu erlangen.

Zitat: «Bezness steht für enttäuschte Urlaubsliebe und verletzte Gefühle. Der Begriff mutierte in den letzten Jahren zum Inbegriff für männliche und weibliche Enttäuschung im touristischen Liebeshandel; er steht für Frauen und Männer, die sich von Urlaubsbekanntschaften ausnehmen lassen.»

Geld her
Ganz so schlimm, wie auf dem Foto geht es nicht zu, das würde man ja direkt durchschauen, es geht weitaus trickreicher von statten.
Im engeren Sinne bezieht sich der Begriff jedoch auf das Vorspielen von Liebesgefühlen gegenüber Europäern mit dem alleinigen Ziel, finanzielle oder sachliche Zuwendungen und/oder einen Aufenthalt in Europa zu erlangen. In diesem Zusammenhang wurde der Beriff im deutschen Sprachraum wahrscheinlich erstmals 1992 durch den französischen Film „Bezness“ des tunesischen Autors Nouri Bouzid eingeführt. In Deutschland wurde dieser Film auch unter dem Titel „Business – Das Geschäft mit der Sehnsucht“ gezeigt.
Bezness

Eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Begriffes im deutschsprachigen Raum hat die deutsche Website „1001Geschichte“ gespielt, auf der reale Geschichten von Bezness-Opfern veröffentlicht werden und die mit ihrem Forum seit vielen Jahren Aufklärungsarbeit betreibt und praktische Hilfen für Opfer anbietet.
Nach und nach findet der Begriff „Bezness“ zwar jetzt auch in anderen Ländern Verwendung, doch daneben werden auch noch die traditionellen Begriffe wie beispielsweise „Heiratsschwindel“, „Heiratsbetrug“, „Liebesbetrug“ und in anderen Sprachen „marriage fraud“, „immigration fraud“, „dating fraud“, „marriage gris“ und andere verwendet.
Zweifellos findet in den letzten Jahren, nicht zuletzt dadurch, dass zunehmend derselbe Begriff verwendet wird, eine bessere Aufklärung statt und das Thema „Bezness“ tritt verstärkt in das Bewusstsein der Urlauber.
Nach wie vor jedoch wird dieses Phänomen aus Unkenntnis unterschätzt („ein paar Fälle“) und vielfach herablassend („selbst schuld“) betrachtet.
Wahr ist dagegen, dass, in Tunesien alleine, in jedem Jahr mit Touristen Zehntausende Bezness-Beziehungen eingegangen werden, und in anderen Ländern mit ähnlichen Voraussetzungen (z. B. Ägypten, Thailand, Türkei, Marokko, Dominikanische Republik, Senegal, Nigeria, Sri Lanka, Kuba, etc.) sieht es nicht anders aus.
Das AMIGA-Syndrom, beziehungsweise das „Hereinfallen“ auf Bezness, kann quasi jedem einzelnen passieren – und ist vielen bereits passiert, ob sie es (schon) wissen, oder nicht.
In Diskussionen wird „Bezness“ oftmals mit „kriminell“ gleichgesetzt – dafür besteht aber keine Veranlassung.
Es ist zwar richtig, dass, je länger „Bezness“ andauert, die Wahrscheinlichkeit für kriminelle Tatbestände größer wird (Bedrohung und Gewalt, Diebstahl, Kindesentzug, etc.), doch ist Bezness nicht per se mit einer kriminellen Handlung verbunden.
Ebenso wie ein Urlaub am Meer nicht automatisch beinhaltet, dass man dort auch schwimmen geht, sondern es eben nur „wahrscheinlich“ tun wird.
Bezness ist, grundsätzlich betrachtet, ein Spiel.
Bei diesem Spiel versucht die eine Seite, nämlich die Beznesserin, entweder die andere Seite über seine wahren Ziele im unklaren zu lassen oder aber sie geht davon aus, dass die andere Seite ebenfalls bestimmte Ziele hat, über die sie im unklaren gelassen wird.
In vielen Fällen wird „Bezness“ daher gar nicht bewusst vorsätzlich begonnen, sondern weil die Beznesserin die Motive des Partners zu verstehen glaubt (und es wird auch nicht offen darüber geredet, weil das eine Sache ist, „die jedem klar ist und über die man nicht zu reden braucht“). So wird z. B. eine Beziehung zu einem unattraktiven Mannes in den meisten Fällen als ein unausgesprochenes „Geschäft“ angesehen, bei dem jeder Beteiligte einen Vorteil hat – der Mann erhält eine Liebhaberin und die Frau im Gegenzug dafür Zuwendungen bzw. ein Visum.
Reisepass

Ziel ist stets, eine gefühlsmäßige Bindung herzustellen, die auch nach der Heimkehr der „Partnerin“ andauert und weitergepflegt werden soll. Aus der emotionalen Bindung wird später versucht, geldwerte Vorteile zu erlangen.

Da wird nicht gekleckert, da wird gleich geklotzt!!!

Da wird nicht gekleckert, da wird gleich geklotzt!!!

Dies geschieht häufig durch anrührende Schilderungen von Problemsituationen und Hilfsappelle, da Angehörige „erkranken“, Schulden unheilabwehrend getilgt werden müssen, ein gestohlenes Handy ersetzt werden muss, Kaution nach einer unverschuldeten Festnahme aufgebracht werden soll, alles mehr oder weniger glaubhafte Geldbedarfgeschichten.
In anderen Fällen ist das letztendliche Ziel, einen Besuch oder einen Aufenthaltstitel im Ausland zu erwirken.
Am Ende dieses Feldzugs steht fast immer die Rückkehr ins Heimatland und damit auch die Wiedervereinigung mit dem einheimischen Partner.
Folglich sind Barladys eine Mischung aus „Liebeskünstlerin“, Heiratsschwindlerin, Wirtschaftsflüchtling, Betrügerin und sexueller Dienstleisterin, die die Träume ihrer Opfer vorübergehend wahr werden lassen können.
Letztere sind häufig älter als diese und beziehungsgeschädigt.
Sie nehmen zunächst nicht wahr oder blauäugig in Kauf, dass der intellektuelle und kulturelle Unterschied auf Dauer sehr belastend sein kann und verwechseln Lust mit echter Zuneigung.
Urlaubserlebnis und idealisierte Sehnsüchte erzeugen einen hormonellen Traumzustand, der nach dem Urlaub durch Telefonate, E-Mails und Internet-Kontakte hoffnungsvoll weitergepflegt wird.
Eingefleischte Schmarotzer-Ladys kriegt man kaum mehr los, sie gewöhnen sich rasch an einen höheren Lebensstandard und die Annehmlichkeiten eines arbeitsfreien Lebens.
Nicht selten lässt sich der „Exotenmann“ in den finanziellen Ruin treiben, was letztlich nur der Familie in Thailand zugute kommt

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s