Wir vom Kosa-Stammtisch gratulieren seiner Majestät!

Zum 84. Geburtstag Seiner Majestät König Bhumibol Adulyadej am 5. Dezember

König Bhumibol

Lang lebe der König!

Die Freunde vom Khon Kaen-Stammtisch ebenso die wohlwollende Leserschaft  dieses Blogs gratulieren Seiner Majestät König Adhulyadej Bhumibol ganz herzlich zum 84. Geburtstag und wünschen beste Gesundheit für ein möglichst langes Leben. Möge der charismatische Monarch – wie schon bisher – noch viel Gutes tun zum Wohlergehen der Nation und auch aller Gäste, die im Königreich auf Urlaub oder sogar dauerhaft verweilen und glücklich sind, in diesem wunderschönen Land leben zu dürfen.

Das Volk Thailand und sein König waren immer eine unzertrennliche Einheit. Seit Jahrhunderten war es mit seinem König stets in vertrauter Verbundenheit. König Bhumibol ist der neunte Herrscher der 223 Jahre alten Chakri-Dynastie und der dienstälteste Monarch der Welt. Der am 5. Dezember 1927 im amerikanischen Cambridge, Massachusetts geborene König bestieg am 9. Juni 1946 den Thron. Er ist in der Schweiz aufgewachsen und besuchte dort die Grundschule und Gymnasium. Anschliessend studierte er in Lausanne Ingenieur, Jura und politische Wissenschaft.

Grosse Integrität

Thailand ist seit 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Obwohl ihm die Verfassung keine direkte Macht zubilligt, hat König Bhumibol durch seine Integrität einen überragenden Einfluss im Land. Während seiner über 60-jährigen Regentschaft  kamen und gingen über 20 Regierungen, das Militär putschte mehr als ein halbes Dutzend Mal. Unruhen, ernsthafte Konflikte oder gar Aufruhr mit Blutvergiessen beendete der König jedes Mal mit einem entschlossenen Machtwort. Es ist ihm zu verdanken, dass Thailand nicht in schwere Krisen stürzte. Da er von allen Bevölkerungsschichten hoch geschätzt und geliebt wird, und das Volk ihm uneingeschränkt vertraut, bleibt der Zusammenhalt des Landes trotz mancher politischer Spannungen erhalten. So hängt in allen öffentlichen Gebäuden, Läden und Wohnstuben, selbst auf entlegensten Inseln, ein Portrait des Königspaares.

Ein Grund für die Hochvereherung des Königs ist der Glaube der Thais an die Wiedergeburt. Um als König geboren zu werden, muss man in seinen mehreren vorhergegangenen Leben viele, viele verdienstvolle Taten geleistet haben, die schliesslich ausreichen, eine so grosse BARAMIE * zu gewinnen. Ein anderer Grund sind die grossen Verdienste seiner Vorfahren, die dem Volke zugute kamen.

Koenig Ramma I. bis Rama XIII

Das Volk Thailands hat König Rama III, Rama IV, und Rama V (Grossvater des jetzigen Königs) sehr viel zu verdanken, denn durch ihre geschickt geführten Verhandlungen mit den westlichen Eroberern entging Thailand den europäischen Kolonialgelüsten. Hinzu kommt, dass König Bhumibol seit fast 60 Jahren einen unermesslichen Einsatz für das Wohlergehen seiner Untertanen geleistet hat. Er fährt mit seiner Familie in die entlegensten Dörfer und besucht die Ärmsten in ihren Hütten, um sich ihre Sorgen und Nöte anzuhören. Im Selbststudium hat sich der König zum Spezialisten für Bewässerungsanlagen qualifiziert. Das grosse Gelände des Chitralada Palastes, beherbergt unter anderem Experimentierfelder für den Reisanbau und eine Rinderfarm. Hier testet Seine Majestät auf eigene Kosten Verbesserungen für die Landwirtschaft. Er richtete an seinem Hof eine Stiftung ein, die mit königlichen Geldern Entwicklungsprojekte finanziert und betreut. Mehr als 1300 Stiftungsbüros gibt es im Land. Sie forsten Ödland wieder auf, bauen Kanäle und Krankenhäuser, ermuntern Bauern, statt Opium Obst anzupflanzen. Mit eigenen Augen beobachtet er die von ihm nach ökolgischen Grundsätzen ausgearbeiteten Projekte.

Majestätsbeleidigung

Koenig Bhumipol und Koenigin Sirikit

Der König sowie die königliche Familie genießen in Thailand höchsten Respekt, doch ist er auch durch das Lèse-Majesté-Gesetz (franz., vom lateinischen Laesa maiestas oder Laesae maiestatis, deutsch: Majestätsbeleidigung) geschützt, aufgrund dessen Kritiker zu Gefängnisstrafen von bis zu 15 Jahren verurteilt werden können.  Während der Herrschaft des Diktators Tanin Kraivixien wurde das Gesetz dahingehend verschärft, dass nun auch Kritik an der königlichen Familie, an königlichen Projekten, der Chakri-Dynastie oder auch vorherigen Königen unter Strafe gestellt wurde. Gewöhnlich fallen Gefängnisstrafen für thailändische Staatsangehörige härter aus als für Ausländer. Der Vorwurf der Majestätsbeleidigung wird dabei nicht vom König selbst oder vom Hofe erhoben, sondern von Politikern, Staatsanwälten und von den Polizeiorganen verfolgt. In der thailändischen Politik wird dies häufig benutzt, um den politischen Gegner anzuschwärzen, ihm Mangel an Loyalität zum König und dem Staat generell zu unterstellen und seine Sympathien bei der Bevölkerungen zu schmälern oder ihn ganz auszuschalten.

König Bhumibol selbst hat sich in seiner Geburtstagsrede 2005 dahingehend geäußert:

Wenn man sagt, der König darf nicht kritisiert werden, würde das bedeuten, dass der König nicht menschlich ist. … Wenn der König keine Fehler machen kann, ist es, als würde man auf ihn herabsehen und ihn nicht als ein menschliches Wesen behandeln. Aber der König kann Fehler machen.

Der aktuelle Fall:

Majestätsbeleidigung: 20

Jahre Haft für drei SMS

In Thailand ist ein Mann zu 20 Jahren Haft wegen Majestätsbeleidigung verurteilt worden. Der 61-Jährige soll verleumderische SMS über König Bhumibol verfasst haben.

Koenig Bhumibol

  1. Wer in Thailand schlecht über König Bhumibol (Bild) spricht, dem drohen harte Strafen.

Die Beweislage ist dünn, der Verurteilte kann kaum schreiben und beteuert, nicht zu wissen, wie man SMS auf einem Mobiltelefon verfasst.
Der genaue Wortlaut wird nicht öffentlich gemacht. Die Sätze bleiben geheim, da es laut dem thailändischen Lese-Majeste-Paragraphen (Majestätsbeleidigung) verboten ist, sie öffentlich oder privat zu äußern. Bekannt ist nur, dass es sich um drei Textnachrichten handelt, die angeblich König Bhumibol und seine Gattin, Königin Sirikit, beleidigt haben. Am Mittwoch nun verurteilte ein Richter im Land des Lächelns den 61-jährigen Ampon Tangnoppakul, im Volksmund inzwischen als Onkel SMS bekannt, zu 20 Jahren Haft.

Der Angeklagte, der kaum lesen und schreiben kann, sitzt bereits seit August letzten Jahres in Haft. Zur Urteilsverkündung im Gerichtssaal konnte er nicht erscheinen. Wegen der Überschwemmungen in dem südostasiatischen Land musste er die Verkündung der drakonischen Strafe per Video aus dem Gefängnis verfolgen. Das Urteil erinnert in seiner Härte an Verurteilungen durch die Diktatur im Nachbarland Birma.

Onkel SMS hatte sich vergeblich mit dem Argument verteidigt, er wisse nicht einmal, wie das SMS-System auf einem Mobiltelefon funktioniere. Der Richter glaubte lieber dem Kronzeugen – einem Privatsekretär des früheren Premierministers Abhisit Vejjajiva, der behauptet hatte, die drei Nachrichten auf seinem Telefon erhalten zu haben. Anschließende Ermittlungen konnten nicht einwandfrei klären, ob die beleidigenden Kurznachrichten tatsächlich vom Apparat des Verurteilten versendet worden waren. Thailands Justiz kennt aber in Fällen von Lese Majeste nur Milde, wenn die Angeklagten geständig sind. Dann folgt häufig kurze Zeit später in einer Geste großzügiger feudaler Obrigkeit auch eine Begnadigung durch den König persönlich.

Benjamin Zawacki von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International protestiert gegen die Strafe. „Ampon ist ein politischer Gefangener. In Thailand ist die Unterdrückung der Meinungsfreiheit weiter an der Tagesordnung.“

Diese Kritik entspricht wahrscheinlich auch der Haltung eines Großteils der gegenwärtigen Regierung unter Führung der im Sommer mit deutlicher Mehrheit gewählten Premierministerin Yingluck Shinawatra. Doch auch sie wird es kaum wagen, das Gesetz zu ändern. Es würde ihr umgehend den Vorwurf einbringen, an den Grundpfeilern der Monarchie rütteln zu wollen. Eine solche Anklage diente den Militärs im Jahr 2006 als Rechtfertigung für den Militärcoup gegen ihren Bruder Thaksin Shinawatra.

My Bar, Khon Kaen


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  1. Leichtfertigkeit im Umgang mit Facebook kann in Thailand Haftstrafe bedeuten.16:30 – Montag, 28. November 2011

    Wer in Thailand monarchiekritische Äußerungen wagt, muss mit langjährigen Haftstrafen rechnen. Eine landeseigene Behörde, die den Vergehen des Majestätsbeleidigungsgesetzes nachgeht, fordert jetzt Facebook auf 10.000 Internetseiten zu blockieren.

    Was in unseren Breitengraden kaum vorstellbar ist, ist in Thailand an der Tagesordnung. Seit 1946 ist der inzwischen 83-jährige König Bhumibol Adulyadej im Amt und stellt damit den am längsten regierenden Monarchen der Welt dar. Laut einem Bericht der Sueddeutschen Zeitung setzen auch heute noch die thailändischen Behörden einen von Menschenrechtsorganisationen seit Jahrzehnten kritisierten Paragraphen um, der für offen bekundete Kritik am Königshaus drakonische Haftstrafen vorsieht. Wer sich zum Beispiel als Journalist, Aktivist, oder gar als Politiker erlaub den Monarchen wegen seines verschwenderischen Lebensstils zu kritisieren, muss mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

    Zu Zeiten, als es das Internet noch nicht gab, ließ sich das sogenannte „Majestätsbeleidigungsgesetz“ wohl recht gut umsetzen, denn aus dem Volk drangen kaum Klagen an die Öffentlichkeit. Mittlerweile haben sich jedoch auch soziale Netzwerke, wie zum Beispiel Facebook, auch in Thailand etabliert. Die eigens dafür eingerichtete Behörde für „Verhinderung und Auslöschung von Computerverbrechern“ hat jedoch im Kommunikationszeitalter alle Hände voll zu tun, um monarchiekritische Stimmen auf Internetseiten im Zaum zu halten. Erst im September soll die dortige Polizei einen Programmierer festgenommen haben, der angeblich auf Facebook Kritik am Monarchen geäußert haben soll. Aus dem Bericht geht hervor, dass allein im letzten Jahr offiziell fast 44.000 Internet-Adressen von der Behörde gesperrt worden sein sollen – inoffiziell wird sogar von mehr als 100.000 Internetseiten ausgegangen.

    Unter Berufung auf einen Bericht des US-amerikanischen Technologieblogs The Next Web, soll Facebook von Thailand kürzlich dazu aufgefordert worden sein, etwa 10.000 Seiten, die den dortigen Behörden ein Dorn im Auge sind, zu löschen. Nach thailändischer Gesetzgebung ist der Betreiber einer Internetseite für monrachiekritische Inhalte haftbar, sodass theoretisch gesehen Facebook-Chef Mark Zuckerberg sich genauer überlegen sollte, eine Reise in das Land zu wagen, sollte er der Forderung der Behörden nicht nachkommen. Man darf gespannt sein, wie Facebook reagieren wird. Werden die freiheitsliebenden amerikanischen Verantwortlichen des sozialen Netzwerks das Gesetz zur Majestätsbeleidigung tolerieren? Auch Google beugte sich vor einigen Jahren den thailändischen Behörden und erklärte sich dazu bereit monarchiekritische Videoclips auf YouTube für Nutzer in Thailand zu blockieren.

  2. Thailand: 15 Jahre Haft wegen Königsbeleidigung
    zuletzt aktualisiert: 16.12.2011 – 02:30 Bangkok (RP). Erneut hat es in Thailand ein hartes Urteil wegen Majestätsbeleidigung gegeben. Ein Gericht verurteilte eine Frau wegen ihrer kritischen Äußerungen über König Bhumipol zu 15 Jahren Gefängnis. Sie saß bereits seit 2008 in Haft. Vor einer Woche war ein gebürtiger Thailänder mit US-Pass zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er Teile eines verbotenen Buches über den König übersetzt hatte. Ende November trat ein Mann wegen angeblich beleidigender SMS über die Königin eine 20-jährige Haftstrafe an.

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