Meine Gedanken zum Khon Kaen-Stammtisch


Liebe Freunde vom Khon Kaen-Stammtisch-Blog, mein Heimaturlaub ist wieder mal zu Ende, und ich bin auch schon wieder in meinem Paradies, in den Armen meiner lieben jungen Frau, ebenso in den Armen meiner Stammtischbrüder gelandet, und mit Freude wieder aufgenommen worden.

Wie immer, wenn man Urlaub macht, kommt es einem vor, als sei das Loch in der Sanduhr größer geworden, denn die Zeit rinnt mit der Geschwindigkeit des Sandes an einem vorbei.

Am letzten Freitag war es mir dann möglich, wieder an unserem immer wieder interessanten und gern besuchten Khon Kaen-Stammtisch (Ich gebe die Hoffnung nicht auf!) teil zu nehmen. Um so enttäuschter war ich, über die geringe Anzahl der Anwesenden.

Was ist los beim Khon Kaen-Stammtisch, oder war es nur eine einmalige geringe Teilnehmerschar letzte Woche?

Dies obwohl unser Obmann fuer Schweizer Angelegenheit nach zweimonatiger Abstinenz wieder am Stammtisch teilnahm. Gell Michel!

Vorab noch ein Hinweis!

Sollte sich Jemand für mein Mißgeschick während meiner Heimreise in die Arme meiner lieben jungen Frau interessieren, dann einfach auf das Bild klicken. Es lohnt sich!

Nächsten Monat kommen auch die ersten Zugvögel aus dem kalten Europa wieder zu uns, um unsere illustre Gesellschaft mit ihren Episoden zu bereichern.

Unser sonst so fröhlicher Khon Kaen-Stammtisch! (Archivbild)

Deshalb hier wieder mal ein Beitrag über den Sinn und Zweck eines Stammtisches.

Unter einem Stammtisch verstehe ich:

Wenn sich wache Männer in unterschiedlichem Lebensalter gemeinsam unterhalten …

Willkommen beim Stammtisch im Juni 2011 (Archivbild)

Ein Stammtisch, ein scheinbar endloser Gedanken-und Wortaustausch, hat in unserem Verständnis oft eher eine negative Bedeutung — aber damit wird man dem Sinn unseres Khon Kaen-Stammtisches nicht unbedingt gerecht.

Der Khon Kaen-Stammtisch von dem hier die Rede ist, ist weit mehr. Es ist ein Austausch und eine Betrachtung von Befindlichkeiten und Lebenserfahrungen unter Männern, zu denen gerade auch Ältere ihren Beitrag leisten können. Es gilt aber auch, eigene Meinungen zu realtivieren und zu überdenken, sind sie doch oft vor langer Zeit geprägt worden und müssen nicht mehr unbedingt mit dem heutigen Lebensverständnis übereinstimmen.

Es liegt eine grosse Freiheit darin, eigene Wertungen und Ansichten zu besprechen, vielleicht neu zu gewichten um damit in der heutigen Zeit leichter und friedvoller zurecht zu kommen.

Stammtisch heißt, mit verschiedenen Männern über wesentliche Lebensthemen reden.

  Das Wort wandert beliebig im Männerkreis. Es spricht immer nur einer, alle andern hören zu.

Themen werden weiter entwickelt, wer Lust hat, bringt etwas Zusätzliches ein.

  Persönlich Erlebtes, spontan Aufgetauchtes, auch Unfertiges kann sich zu erstaunlichen Erkenntnissen zusammenfügen.

Unser Freitags Stammtisch (Archivbild)

Wie läuft ein Stammtisch ab?

 Ein Stammtisch dauert normalerweise etwa drei Stunden.

Die Themen, welche behandelt werden,richten sich je nach Zusammensetzung der verschiedenen Teilnehmer. Es können sowohl private, gesellschaftliche oder auch politische (wobei wir uns hier sehr zurück halten) Ereignisse sein, welche behandelt und erläutert werden. In vielen Fällen geht es um Aufenthalt- und Visa-Probleme, welche sich ständig ändern.

Es gibt auch noch Stammtischfreunde, die können gar nicht genug bekommen von dieser netten Gesellschaft und dem immer freundlichen Umgangston miteinander, und sie treffen sich auch noch Samstags in der Erics Bar zu einem gemütlischen Plausch.

Im Übrigen läuft der Stammtisch möglichst selbständig.

 Es wird nichts aufgezwungen. Jeder ist frei, aus dem Stammtischgespraech zu entnehmen was er will.

Eine offene, interessierte, zuhörende Grundhaltung ist entscheidend für einen wohltuenden Stammtisch.

 Es sollte dann immer nur einer gleichzeitig sprechen, alle andern hören zu.

  Der Stammtisch unter Männern unterscheidet sich von einer Diskussionsrunde, in dem jede Meinung respektiert wird.

  Jeder kann offen reden ohne von anderen beurteilt zu werden.

 Was beim Stammtisch geredet wird ist vertraulich, und sollte von niemandem nach aussen getragen werden.

Jetzt zum Thema „Khon Kaen-Stammtisch

aus meiner Sicht:

Ich traf außerhalb des Stammtisches auf einzelne Mitglieder und fragte sie nach dem Grund ihres Fernbleibens.

Einige, ich betone nur Einige, entschuldigten sich mit anderweitigen Besorgungen während der Zeit, einer meinte dann, daß negativ über ihn oder andere beim Stammtisch geredet werde oder wurde, und er dadurch ein schlechtes Gefühl habe, und deshalb den Stammtisch meide.

Er betonte noch, dass er mit dieser Meinung nicht alleine da stehe.

Hierzu wurde mir folgendes Szenario geschildert:

Der in seinen Gefuehlen verletze Gast sass am oberen der drei zusammengereihten Tische mit anderen Gaesten zusammen. Am unteren Ende der Tischreihe lief eine angeregte Unterhaltung, dabei fiel ihm auf, dass zeitweise ein, zwei ja sogar manchmal drei Augenpaare auf  ihn gerichtet waren. Daraus schloss er dann in stillem Einvernehmen mit sich selbst, dass ueber ihn geredet wurde. Ob gut oder schlecht, ob lobend oder total runter machend, konnte er ja nicht feststellen. Er fuehlte sich und sein Ego verletzt. Waere ich dabei gewesen, haette er mich gefragt was da ueber ihn geredet wurde, meinte er noch am Schluss.

Dazu faellt mir nur folgende Pflanze ein.

„MIMOSE“ ist eine Pflanze, deren empfindliche Reaktion auf Reize von außen einzigartig in der Flora ist.

 Ich finde, dass diese Eigenschaft gut zum obigen Thema passt, andere übrigens auch.

Hierzu möchte ich folgendes sagen:

Viele Leute denken, daß andere Menschen oder die Umstände dafür verantwortlich sind, wie man sich fühlt. Ich wage aber zu behaupten: das stimmt nicht. Vielmehr sehe ich es so: Niemand anderes als wir selbst machen unsere Gefühle.

Beispiel: Wenn ein Stammtischfreund schlecht über Sie redet und Sie erfahren es, dann fühlen Sie sich vielleicht ärgerlich, traurig oder frustriert. Aber wenn Sie jetzt denken, dass Ihr „Freund“  dafür verantwortlich ist, dass Sie sich schlecht fühlen, dann liegen Sie meiner Ansicht nach falsch. Ihr Tischnachbar macht nicht Ihre Gefühle, sondern das sind Sie selbst.

Und es ist nicht einmal die Tatsache, dass jemand hässlich über Sie geredet hat, weswegen Sie sich schlecht fühlen! Stellen Sie sich vor, Sie hätten es nie erfahren…, dann hätten Sie sich auch nie darüber aufgeregt. Das zeigt doch deutlich, dass Ihre Gefühle wirklich nur von Ihnen selbst abhängen und davon, wie Sie auf Impulse von außen reagieren.

Noch einmal zusammengefasst: Es sind nicht die Impulse, die unsere Gefühle machen, sondern unsere Gefühle entstehen dadurch, wie wir auf diese Impulse reagieren.

Das ist ein entscheidender Unterschied.

Warum ist das so wichtig?

Weil wir die Impulse von außen schlecht kontrollieren können. Aber unsere Reaktion darauf können wir ändern und trainieren, z. B. mit Methoden der rational-emotiven Verhaltenstherapie.

Mal ehrlich…, Sie müssten sich theoretisch nicht schlecht fühlen, wenn jemand hässlich über Sie redet. Es gibt Menschen, die bleiben bei so etwas vollkommen ruhig, denen ist das ganz egal. Auch Sie könnten das üben und trainieren, solange bis auch Ihnen das vollkommen egal ist.

Und ob Sie das tun oder nicht, ist Ihre Entscheidung.

Vielen Dank für ihren Besuch beim weltweit beliebten Blog vom Khon Kaen-Stammtisch. Vielleicht sehen wir uns ja nächste Woche wieder, hier in diesem Theater?

»

  1. Einige kleine Jungs oder zumindest Mittelalter für Blutauffrischung, könnte eurem Stammtisch nach den Archivbildern zu urteilen nicht schaden.😉

  2. Hallo Leute
    viele Gruesse aus Phitsanulok, ich hab eine etwas seltsame Frage, weiss von Euch jemand von wem man Bismarckheringe und/oder Rollmoepse beziehen kann
    Gruss
    Paul
    e-mail fedde.paul.tha@gmail.com
    Eure e-mail Adresse die auf unserer Homepage hinterlegt wurde funktioniert leider nicht mehr

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