Zukunftsängste

KK-Stammtisch im Herbst

Verehrte Leser vom Khon Kaen-Stammtisch-Blog, in den D-A-CH-Ländern ist jetzt Herbst. Die Blätter ziehen ihr schönstes Gewand an bevor sie dann zu Boden fallen und den kommenden Winter einläuten.

Wir können uns doch noch Alle daran erinnern wie das war, früher in der alten Heimat.

Demenz1

Aber was ist, wenn uns das schwer fällt oder vielleicht ganz ausgelöscht ist???

Mit diesem Thema möchte ich mich heute hier im Blog beschäftigen.

Demenz

Unter dem Begriff Demenz werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, die alle mit einem Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit und einer Persönlichkeitsveränderung einhergehen. Die häufigste Form der demenziellen Erkrankung ist die Alzheimer-Krankheit. 

demenz

Woran erkenne ich Demenz?

Demenzielle Erkrankungen äußern sich im Anfangsstadium mit Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit. Im weiteren Verlauf verschwinden zudem bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses. Betroffenen verlieren zunehmend Fähigkeiten, die sie während ihres Lebens erworben haben, wie zum Beispiel Sprechen oder Rechnen. Durch den Verlust der gedächtnisabhängigen Fähigkeiten haben Demenz-Patienten mit zunehmendem Krankheitsverlauf Orientierungsschwierigkeiten. Dies betrifft sowohl die eigene Person (wer bin ich?), als auch die Umgebung (wo bin ich?) oder das aktuelle Geschehen (was passiert gerade?). Beeinträchtigt ist neben der Orientierung auch die Urteilsfähigkeit. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto mehr sind die Betroffenen bei ihren Alltagsaktivitäten, wie etwa Waschen, Kochen oder Einkaufen, auf Hilfe angewiesen.

Demente Patienten

Veränderungen der Persönlichkeit

Die Demenz-Erkrankung ist damit nicht nur eine „einfache“ Gedächtnisstörung. Die Erkrankung zieht den ganzen Menschen, seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben in Mitleidenschaft. Die Demenz wirkt sich stark auf die Persönlichkeit des Betroffenen aus: Zum Teil werden soziale Rollen vergessen. Vor der Demenz kaum wahrnehmbare Persönlichkeitsmerkmale treten spontan in den Vordergrund. Die Betroffenen werden auch entgegen ihres eigentlichen Wesens aggressiv, zeigen starke Stimmungsschwankungen oder sind depressiv. Dadurch erschwert sich der Umgang mit den Demenz-Betroffenen für Angehörige und Pfleger erheblich.

Demenz-Ursachen

Demenz-Erkrankungen können bis zu 100 verschiedene Ursachen haben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der primären und der sekundären Form der Demenz. Die sekundären Formen machen rund 10 % aller Krankheitsfälle aus. Diese ist Folgeerscheinungen anderer Grunderkrankungen (z.B. Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangelzustände und chronische Vergiftungserscheinungen durch Alkohol oder Medikamente), weshalb eine Rückbildung der demenziellen Beschwerden in der Regel möglich ist.

In 90 Prozent der Krankheitsfälle handelt es sich um primäre Demenzen. Diese Formen sind irreversibel, d. h. unumkehrbar. Mit einem Anteil von 50 – 60 % ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste Form der irreversiblen Demenz. In Deutschland leben heute rund 1,1 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Bis zum Jahr 2030 wird sich diese Zahl auf vorraussichtlich 1,7 Millionen erhöhen.

Wir können uns glücklich schätzen, daß wir in Thailand leben, denn:

Auf 36 000 Quadratmetern entsteht ein Resort für Demente in Thailand

Ab April können Patienten samt Partner Ferien oder den Lebensabend rundum betreut im Fernen Osten, in der Nähe der nordthailändischen Millionenstadt Chiang Mai, verbringen. 

Demente-in-thailand

Auf einem 36’000 Quadratmeter grossen, eingezäunten Gelände werden sechs Pavillons mit je zwölf sternförmig um einen Mittelteil mit Ess- und Aufenthaltsräumen angeordnete Zimmer gebaut.

Weiter entstehen auf der Anlage Hotelgebäude, ein Restaurant, eine Bäckerei, ein Personalhaus sowie Freizeitanlagen und ein Park. Die Kosten betragen nach momentanem Stand acht Millionen Franken.

Als Klientel sind maximal 60 Demenzkranke mit oder ohne Partner vorgesehen, die als Dauer- oder Feriengäste im Resort wohnen. Der Vollpensionstarif beträgt unabhängig von der Pflegestufe monatlich 5800 Franken für einen Gast mit Demenz, 1500 für den Partner im gleichen respektive 2800 Franken im separaten Zimmer.

Dement in Thailand

Die ersten Gäste sollen im nächsten April einziehen, zwei Monate später als geplant. Zum Grund der Verzögerung sagt Rutz:(

Rutz ist ein Hans-Dampf-in-vielen-Gassen: ausgebildeter Heilpädagoge, Leiter von Trekking-Reisen, Mitarbeiter von Bundesrat Adolf Ogi bei der Schweizer Kandidatur für die Winter-Olympiade 2006, Berater der Swiss-Geschäftsleitung und vieles mehr.)

«Das ist Thailand. Man kann thailändische Arbeiter nicht unter Druck setzen, sonst erscheinen sie am nächsten Tag nicht mehr auf der Baustelle.»

Trotzdem ist Rutz absolut überzeugt, dass Thailand der beste Standort für ein Demenz-Resort ist: «Es gibt weiche und harte Gründe dafür. Zu den harten zählt das vorhandene ausgebildete Fachpersonal, die Spitzenmedizin in unserem Partnerspital in Chiang Mai, das tiefe Lohnniveau, die günstigen Land-, Bau- und Unterhaltskosten und der gesetzliche Investitionsschutz.»

Unter den weichen Faktoren subsumiert Rutz vor allem die Mentalität: «Die Thailänder haben Respekt vor dem Alter, sind fröhlich und hilfsbereit, und die Familie hat für sie eine übergeordnete Stellung.» Deshalb sieht Rutz das Zusammenleben von Demenzkranken, ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal in den einzelnen Pavillons wie das in einer grossen Familie. Und er fügt an: «Das Personal ist das A und O fürs Gelingen des Projekts.»

Zuerst Ferien, dann Dauergast

Die Thailänder sollen dereinst mit rund 120 Angestellten auch den Hauptteil des Personals bilden; etwa 20 Stellen in der Leitung sind für Schweizer vorgesehen respektive bereits besetzt. Im April beginnt alles auf kleinem Feuer. «Wir starten mit einem Pavillon mit acht Bewohnern. Monatlich werden wir dann einen zusätzlichen Pavillon eröffnen, sodass im Herbst das ganze Resort in Betrieb ist.»

Im Idealfall seien zwei Drittel Dauer- und ein Drittel Feriengäste. Denn in der Regel sollten potenzielle Dauergäste zuerst ferienhalber ausloten, ob ihnen das Ganze behagt. Rutz: «‹Vivo bene› ist nicht für alle geeignet, sondern vor allem für flexible, reisegewohnte Personen.»

Demenz-Resort im Bau

Bis heute hat sich laut Rutz ein Ehepaar definitiv angemeldet und «zahlreiche Leute» hätten ihr Interesse bekundet. Rutz bezweifelt nicht, dass das Resort schnell voll ist: «Eine Marketingstudie der Fachhochschule Nordwestschweiz hat einen klaren Bedarf festgestellt.»

(bz Basel)

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s